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Aschermittwoch und die 40 Tage Fastenzeit

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Mit diesem Tag beginnt bei uns Christen die 40-tägige Fastenzeit. Die Bezeichnung Aschermittwoch kommt vom dem Brauch, dass an diesem Tag im Gottesdienst die Asche der verbrannten und geweihten Palmzweige des Vorjahres, den Gläubigen in der Form eines Aschekreuzes auf die Stirn gezeichnet wird. Dazu spricht der Priester oder die Laientheologin: «Kehr um und glaub an das Evangelium.» Oder aber: «Gedenke Mensch, dass du Staub bist und zum Staub zurückkehrst.»

Im Zentrum dieses Tages steht unsere geschöpfliche Vergänglichkeit. Wir sollen uns daran erinnern, dass unsere irdischen Tage gezählt sind.

Aber warum denn sollen wir auf den Verzehr von Fleisch verzichten? In der christlichen Tradition ist jeder Freitag ein Gedenktag an den Karfreitag, den Todestag Jesu. Ursprünglich wurde jeweils am Mittwoch und am Freitag auf Fleisch verzichtet. Insbesondere bei uns Katholiken wird in Erinnerung an den Karfreitag an diesem Tag gefastet. Im Christentum wird Fasten so definiert, dass kein Fleisch gegessen werden soll.

Im Zeitalter von vielen verschiedenen Diäten hat der Verzicht auf Fleisch an Bedeutung verloren. Schon seit jeher aber fasten Menschen, um Gott ihre Ehre zu bezeugen, um Busse zu tun und sich innerlich und äusserlich auf das Osterfest vorzubereiten. Die 40 Tage der christlichen Fastenzeit bezieht sich auf die Bibel. Ihr zufolge fastete Jesus 40 Tage lang in der Wüste, um sich auf sein öffentliches Wirken vorzubereiten.

Die Bedeutung des Fastens heute beschränkt sich im Wesentlichen darauf, den Körper wieder in eine angemessene Form zu bringen, so, dass wir gesellschaftskonform sind. Diese Form von Fasten ist reiner Körperkult und hat gar nichts mit dem Fasten im religiösen Kontext zu tun.

Im Hinblick auf die Fastenzeit macht es durchaus Sinn, wenn wir die persönlichen Lebensgewohnheiten und Einstellungen im Allgemeinen neu überprüfen. Da wäre vielleicht der Konsum von Medien zu nennen, der Umgang mit den Ressourcen in unserer verschwenderischen Wegwerfgesellschaft, die Frage, auf was ich denn bereit bin zu verzichten, der Umgang mit der Schöpfung und ihren Geschöpfen, dazu gehört auch der Umgang mit sich selbst.

Die diesjährige Fastenopferkampagne bezieht sich auf die Frage der Klimagerechtigkeit. Weniger Fleischkonsum – mehr Regenwald. Der Schöpfung Sorge tragen fängt schon damit an, was ich denn wo und in welchen Mengen einkaufe, wo verbringe ich meine Ferien? Gehe ich verschwenderisch oder angemessen mit den mir zur Verfügung stehenden Mitteln um? Es geht darum, dass ich mir wieder neu bewusst mache: Gott ist ein Gott allen Lebens. Die Schöpfung ein Paradies, welches mir als Mensch für unbestimmte Zeit geschenkt ist. Ein Geschenk an alle Menschen, weltweit. Die Erde gehört niemandem – es sei denn Gott allein. Darum führt Enteignung durch Konzerne, Ausbeutung der Bodenschätze, Abholzung des Regenwaldes, Verschmutzung der Gewässer und vieles mehr dazu, dass wir unsere eigene Lebensgrundlage zerstören. Ja, vielerorts führt diese Zerstörung dazu, dass aus dem Paradies eine Hölle für die vor Ort lebenden Menschen wird.


Fastenkalenders – demnächst in ihrem Briefkasten! 

 Bild: Fastenopfer