Seelsorgeraum Urner Oberland - Wassen
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S e g n u n g
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Segnungen – veralteter Zauber oder Hilfestellung im Leben?
Das ganze Kirchenjahr hindurch dürfen wir als Christinnen und Christen an verschiedenen Feier- und Heiligengedenkanlässen Segen empfangen. Nach den Segensfeierlichkeiten von Dreikönigen geht es auch jetzt, im noch jungen Jahr 2020, munter weiter.
Doch was bedeutet es, gesegnet zu sein? Im Leben selber Segen zu sein?
Segnen kommt vom lateinischen Wort «benedicere» was so viel heisst wie «Gutes sagen».
Wir sprechen uns das Gute nicht selber zu, sondern bekommen es von Gott Gutes zugesagt, zugesprochen. Segen ist ein Geschenk Gottes. Wir aber dürfen das «Gutgesagte» weiterschenken. Und seien wir ehrlich, wir alle freuen uns doch herzlich, wenn uns Gutes, Liebes gesagt wird, wenn wir in den Arm genommen werden um getröstet oder aufgemuntert zu werden.  Wir sind aufgerufen, als Gesegnete und Segnende unterwegs zu sein. Wir tun es oft, ohne dass wir es uns bewusst sind, oder aber  im tiefen Vertrauen auf eine positive Wirkung. Wenn wir das Kreuzzeichen machen, Weihwasser spritzen, wenn wir Kinder oder Erwachsene liebend umarmen, oder jemandem ein Wort schenken, wenn wir uns im Beten mit Gott oder uns lieb gewordenen Heiligen verbinden, ist das ein Segen, wirken wir segnend.
Im Februar treffen wir auf Heilige, die wir (noch) in unser Leben hinein holen weil sie uns Trost, Zuspruch, Segen schenken.
Am 2. Februar feiert die Kirche Darstellung des Herrn: gleichbedeutend als Fest der Begegnung des Herrn im Tempel mit dem Greisen Simeon und der Hanna, welche ihn erwarten und zugleich, bei uns im Westen, als Marienfest verehrt.

Mariahilfkapelle Gurtnellen

Am 3. Februar gedenken wir des Heiligen Blasius, welcher gegen Halskrankheiten angerufen wird. Der 5. Februar gehört der Hl. Agatha. Wir segnen Mehl und Brot, es soll gegen Heimweh helfen. Zugleich bitten wir die Heilige um Schutz gegen Feuer.

So geht es für uns Tag für Tag weiter, immer wird uns in Erinnerung gerufen, ihr Menschen seid begleitet und gesegnet.

Die meines Erachtens schönsten Segensworte werden uns im Buch Numeri, Kapitel 6 geschenkt. Da spricht Gott zu Mose und sagt dem Volk seine Treue zu. Bis heute dürfen wir uns diese Segensworte von Gott schenken lassen.
Der Herr segne und behüte dich. Der Herr lasse sein Angesicht über dich leuchten und sei dir gnädig. Der Herr wende sein Angesicht dir zu und schenke dir Heil.
Dieser Segen Gottes wird uns durch ihn selbst, durch Mitmenschen, durch uns, ja, durch seine ganze Schöpfung geschenkt.

In diesem Sinne wünschen wir ihnen allen eine segensreiche Zeit.












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