Seelsorgeraum Urner Oberland - Wassen
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Pfarrkirche St. Gallus
 
Wohl kaum eine Kirche in Uri ist so bekannt wie das «Chileli von Wassen». Nach der Eröffnung der Gotthardbahn 1882 wurde die Kirche zu einem neuen Wahrzeichen auf der Fahrt in den Süden und zu einem Fixpunkt in der verwirrenden Linienführung der
Gotthardbahn-Kehrtunnel.
1734 wurde die Pfarrkirche dem heiligen Gallus geweiht. Betritt man die Kirche, öffnet sich ein festlicher Raum voller Überraschungen, der der Bezeichnung «Chileli» überhaupt nicht gerecht wird. Zur Festlichkeit trägt vor allem der zierliche Stuck bei. Doch der Blick wird sogleich auf die prachtvollen Altäre gelenkt. Sie stellen einen deutlichen Kontrast zu den weissen Wand- und Gewölbefl ächen dar. Sie sind Meisterwerke des aus dem Wallis stammenden Altarbauers Jost Ritz. Bemerkenswert ist auch die stilistisch in die Renaissancezeit reichende Kanzel, die wohl aus der alten Pfarrkirche übernommen wurde.
 
 
Bemerkung zum Altarbauer Lukas Regli

Lukas Regli war ein bedeutender Urner Bildschnitzer. Leider wissen wir von seinem Lebenrecht wenig. Auch ist heute nicht mehr genau auszumachen, welche Werke er schuf. Er wurde 1711 in Andermatt geboren und zog später nach Schattdorf. Regli war ein Schüler des berühmten Altarbauers Johann Jodok Ritz. Nachweislich zu den Werken Reglis zählen nebst dem Altar in der  Friedhofskapelle von Wassen die Altäre in den Kapellen von Wattingen und Färnigen sowie in der Pfarrkirche St. Michael und der St.-Anna-Kapelle in Gurtnellen.
 
 
(Quelle: Urner Kirchen- und Kapellenführer URI, „Kein schöner Land für Gottes Kinder“, Verlag: Baumann und Fryberg AG, Gitschenstrasse 9, 6490 Altdorf, Text Stefan Fryberg, Redaktioneller Beirat: Dr. Hans Stadler, Foto: Walter Diener)
 
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